Montags-Mantra: Lass dir helfen!!

Muss ich dazu noch mehr sagen? Lasst euch helfen.

Lasst den Wochenbett-Besuch Suppe mitbringen. Oder Auflauf. Oder beides.
Lasst die Schwiegermutter die Spülmaschine ausräumen, wenn sie zum Kaffee kommt.
Lasst euch die Türen aufhalten, das Rad hochtragen, die Tüten abnehmen.
Lasst euch Kaffee kochen, Tee kochen, überhaupt: Bekochen!!
Lasst euch in den Arm nehmen, heult euch aus.
Lasst fünfe gerade sein, wann immer euch das hilft.

Lasst euch helfen. Ich weiß, dass es schwer ist.

Lernt, einzusehen, dass man dieses oder jenes jetzt natürlich auch noch tun könnte, dass es aber besser ist, Ressourcen zu schonen. Grenzt euch frühzeitig ab. Schafft eure Freiräume – möglichst nicht gegen die Kinder, sondern mit Hilfe von Allomüttern. Allomutter kann jeder sein, der euch hilft: Papa, Oma, Opa, Nachbarin, Haushaltshilfe.

Wir sind eine kooperativ aufziehende Art. Wir sind nicht und waren nie und werden nie dafür gemacht sein, unsere Kinder den größten Teil des Tages alleine zu haben.

Das ist nicht zu schaffen. Und es tut auch niemandem gut. Solange wir nicht artgerecht gehalten sind, müssen wir sehen, dass wir möglichst nah an diesen Zustand der kooperativen Aufzucht herankommen. Ein erster, wichtiger Schritt lautet:

Lass dir helfen. Jetzt.

weitere Mantras:
Atme, esse, lebe, Tanze!, Jedes Kind ist anders, Mach Sitz!, Loslassen, Weiterratmen,
Jeden Tag a bissle, Wasch Dich!, Habe ein Fertigessen, Tue es jetzt!, Dannistdashaltso.de, Routine ehren, Schau nicht auf den Baum!, Reffe! Jetzt!, Prioritäten-Liste, Erst das Wichtige…, Kind, Du bist nicht schuld, , Nichts ist weicher und stärker als Wasser, Diskutiere nicht mit einem müden Kind, Diskutiere nicht mit einem hungrigen Kind.)

0 Gedanken zu „Montags-Mantra: Lass dir helfen!!

  1. Das sind genau die richtigen Worte zum genau richtigen Zeitpunkt! Hattest du dabei zufälligerweise eine Schwangere im Umzugsstress vor Augen, als du das schriebst? 😉 Ich lerne jedenfalls gerade, dass es nicht leicht, aber in der Tat äußerst sinnvoll ist, nicht immer alles selbst machen zu wollen. Obwohl ich doch eigentlich eine ach-so-starke Frau bin… Manchmal besteht Stärke eher darin, Schwäche oder Hilfsbedürftigkeit einzugestehen ohne dabei die Selbstachtung zu verlieren.

    Danke für deine Worte und liebe Grüße aus der neuen Wohnung und mit dickem Bauch dem windelfrei-Start entgegenfiebernd!
    Katharina 🙂

  2. Genau deswegen bin ich so ausgebrannt…. hatte heute wieder den gesamten Tag einen zahnenden Halbjährling an der Backe – allein. Da wird man fast wahnsinnig! Ich hab NIX geschafft daheim! Aber um Hilfe bitten kostet so viel Überwindung…

    Kennst du das Lied von Rolf Zuckowski „Ich schaff das schon, ich schaff das schon, ich schaff das ganz alleine!“ ? Mit diesem Ohrwurm, der für viele Lebensmotto geworden ist, hat er uns wahrlich keinen Gefallen getan…. ich werde hedes Mal sauer, wenn ich die Melodie höre…. arme, dumme Maike…

    Danke.

  3. Danke dafür! Das ist so wahr!
    Ich möchste nurnoch etwas Klitzekleines erzänzen:

    Hilf!
    Hilf wenn du das Gefühl hast, du hast mehr Energie als die Anderen! Z.B. weil deine Freundin mit kleinem Baby noch nicht gelernt hat, sich Hilfe zu holen. Mache es ihr leicht, frag nicht erst ob du etwas tun kannst, sondern bring einfach einen Topf Suppe mit…. So etwas kann zu Tränen rühren, das weiß ich aus eigener Erfahrung als meiner noch ganz klein war.

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