Sophie La Girafe – Test ungenügend

DIESER POST IST GEÄNDERT!!

Siehe hier.

Dank Rosis Kommentar hier nochmal offiziell: Ökotest hat Sophie La Girafe getestet und für „ungenügend“ befunden.

hier stand der alte Text von Ökotest, den ich rausgenommen habe, bis ich weiß, ob es wirklich Abmahnungen für die Zitate gibt oder nicht

Danke Rosi!!

UPDATE: 1.11.2011
Der Hersteller hat eine Pressemitteilung veröffentlicht. Darin heißt es:

„Insbesondere hält das Produkt die in der RICHTLINIE 2009/48/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 18. Juni 2009 über die Sicherheit von Spielzeug vorgesehenen Grenzwerte für nitrosierbare Stoffe ein. Nach dieser für den französischen Hersteller Vulli maßgeblichen Richtlinie liegt der (auch für Schnuller und Sauger geltende) Grenzwert für Nitrosamine bei 0,05mg/kg und für nitrosierbare Substanzen bei 1mg/kg. Vulli hat die Einhaltung dieser für das Produkt „Sophie la girafe“ geltenden Grenzwerte durch das SGS INSTITUT
FRESENIUS“

Weiter heißt es: Sophie habe „Werte bei unter 0,01mg/kg für Nitrosamine und bei 0,5mg/kg für nitrosierbare Substanzen. Diese Ergebnisse decken sich auch mit den Testergebnissen von Öko- Test. Öko-Test hat keinerlei Nitrosamine festgestellt und 0,781mg/kg nitrosierbare
Substanzen. Auch diese Werte liegen unterhalb der geltenden Grenzwerte.“

Der Hersteller sieht nicht, wie Ökotest darauf kommt, eine andere Grenze anzugeben. Ich konnte aus dem Online-Bericht dies nicht ersehen. Hm. Bin gespannt, wie es weitergeht.

12 Gedanken zu „Sophie La Girafe – Test ungenügend

    1. Solang es keine offizielle Rücknameanweisung gibt- nein.
      Das Testergebnis wird vom Hersteller derzeit vor Gericht bestritten und die Argumente sind sehr stichhaltig. Ich warte hier ersteinmal ab, da es nicht das erste Mal wäre, das Ökotest einen Megabock schiesst und alles revidieren muss.

  1. Hab ich gerade gelesen, währe ein starkes Stück, wenn Ökotest eine Hetzkampagne gegen ein Spielzeug veranstaltet, das vollkommen ok ist.

    Pressemeldung von Vulli
    Das Magazin „Öko-Test“ behauptet in seiner
    November-Ausgabe und auf seiner Webseite,
    das seit 1961 von Vulli hergestellte
    und weltweit verkaufte Spielzeug „Sophie la
    girafe“ sei in Deutschland „nicht verkehrsfähig“
    und „voller Giftstoffe“. Es setze in
    unzulässigem Maße N-nitrosierbare Stoffe
    frei, die im Körper krebserregende Nitrosamine
    bilden könnten. Zudem enthalte es
    Naphtalin.
    Diese Behauptungen von Öko-Test sind
    falsch. Öko-Test ist offenbar negativ voreingenommen
    gegenüber diesem französischen
    Spielzeug aus Naturkautschuk
    (aus dem Milchsaft des Hevea-Baumes).
    Naturkautschuk wird in der Medizin verwendet
    und für Sauger. Es handelt sich
    um ein Naturprodukt, das sicher und ohne
    Risiken ist. Auch das Produkt „Sophie la
    girafe“ ist uneingeschränkt verkehrsfähig.
    Weder ist es „voller Giftstoffe“ noch setzt
    es in unzulässigem Maße N-nitrosierbare
    Stoffe oder andere Substanzen frei.
    Insbesondere hält das Produkt die in der
    RICHTLINIE 2009/48/EG DES EUROPÄISCHEN
    PARLAMENTS UND DES RATES vom 18.
    Juni 2009 über die Sicherheit von Spielzeug
    vorgesehenen Grenzwerte für nitrosierbare
    Stoffe ein. Nach dieser für den französischen
    Hersteller Vulli maßgeblichen Richtlinie
    liegt der (auch für Schnuller und Sauger
    geltende) Grenzwert für Nitrosamine bei
    0,05mg/kg und für nitrosierbare Substanzen
    bei 1mg/kg. Vulli hat die Einhaltung
    dieser für das Produkt „Sophie la girafe“
    geltenden Grenzwerte durch das SGS INSTITUT
    FRESENIUS, einem führenden Anbieter
    für Laboranalytik in Europa, zuletzt im Juli
    2011 überprüfen lassen. Nach dem Prüfbericht
    dieses Instituts hält das Spielzeug
    insbesondere (auch) den Grenzwert für
    nitrosierbare Stoffe eindeutig ein. Danach
    liegen die Werte bei unter 0,01mg/kg für
    Nitrosamine und bei 0,5mg/kg für nitrosierbare
    Substanzen. Eine Kopie des Prüfberichts
    ist dieser Pressemeldung als Anlage
    1 beigefügt. Diese Ergebnisse decken sich
    auch mit den Testergebnissen von Öko-
    Test. Öko-Test hat keinerlei Nitrosamine
    festgestellt und 0,781mg/kg nitrosierbare
    Substanzen. Auch diese Werte liegen unterhalb
    der geltenden Grenzwerte. Vulli
    verfügt gerade bei der Bestimmung und
    Einhaltung der Grenzwerte für nitrosierbare
    Substanzen über besondere Kompetenz.
    Insbesondere ist der Vulli-Qualitätsbeauftragte
    Mitglied der maßgeblichen Arbeitsgruppe
    CEN/TC 52/WG 5/TG 3 N-Nitrosamine
    und N-nitrosierbare Stoffe, die sich
    auf europäischer Ebene mit der Festlegung
    von Grenzwerten bei Spielzeug befasst.
    Öko-Test hat weder Vulli gegenüber noch
    in seinem Bericht erklärt, weshalb angeblich
    die gesetzlichen Grenzwerte für nitrosierbare
    Substanzen überschritten sind.
    Vulli kann daher nur vermuten, dass Öko-
    Test für die in Frankreich hergestellte Sophie
    la girafe einen falschen Grenzwert für
    nitrosierbare Substanzen angenommen hat.
    Selbst wenn Öko-Test die in der EU-Richtlinie
    festgelegten Grenzwert für zu hoch
    ansieht und strengere Maßstäbe anwenden
    will, rechtfertigt dies nicht die Behauptung,
    ein die europaweit geltende Grenzwerte
    einhaltendes Produkt wie Sophie la girafe
    sei „voller Giftstoffe“ und „nicht verkehrsfähig
    Im Ergebnis bestehen keine Bedenken
    gegen den Kauf und die Benutzung des
    Spielzeugs.
    Öko-Test behauptet weiter, Sophie la girafe
    enthalte Naphtalin, allerdings im sehr
    geringem Maße von 0,12mg/kg, das sich
    im Rahmen des gesetzlich Zulässigen
    halte, also nur geringfügig über der Nachweisgrenze
    von 0,1mg/kg liegt. Dieses
    Ergebnis ist überraschend, weil Naphtalin
    bei der Herstellung von Sophie nicht
    eingesetzt wird. Vulli hat bereits Maßnahmen
    eingeleitet, um festzustellen, ob die
    Messergebnisse von Öko-Test richtig sind
    und, soweit das der Fall ist, die Naphtalin-
    Quelle zu ermitteln. Hiermit hat Vulli ein
    unabhängiges Institut beauftragt. Dieses
    Institut, das SGS INSTITUT FRESENIUS, hat
    das Produkt getestet und keinerlei Naphtalin
    festgestellt. Der Testbericht des Instituts
    vom 28. Oktober 2011 ist dieser
    Pressemitteilung als Anlage 2 beigefügt.
    Angesichts dieser Umstände nimmt Vulli
    an, dass das von Öko-Test angewandte
    Testverfahren und/oder die Testergebnisse
    fehlerhaft sind.
    Da Sophie la girafe“ uneingeschränkt
    verkehrsfähig ist und die Behauptungen
    von Öko-Test falsch sind, besteht zurzeit
    keine Veranlassung für eine Rückrufaktion.
    Die Firma Vulli wird die notwendigen Maßnahmen
    ergreifen, um alle Beweismittel
    in Bezug auf die Qualität und Sicherheit
    von Sophie la girafe zu erbringen. Vulli
    widerspricht ausdrücklich dem Inhalt des
    Öko-Test-Artikels, der scheinbar darauf
    abzielt, dem Erfolg von Sophie la girafe auf
    dem deutschen Markt zu schaden. Be-
    merkenswert ist, dass Öko-Test nunmehr
    auf seiner Webseite dem Bericht den folgenden
    Satz hinzugefügt hat: “Ein akutes
    Risiko für Babys besteht nicht.“ Das steht
    in klarem Widerspruch zur im Artikel getroffenen
    Aussage, Sophie la girafe stecke
    voller Giftstoffe, und spricht für sich.

  2. Wie auch immer die Werte sind–mein Sohn hat die Giraffe zur Taufe bekommen, und auch meine Tochter hat sie fleissig angenuckelt. Ich werd sie bestimmt nicht mehr umtauschen–ach ja; mein sohn wird im Februar 5, meine Tochter im Januar 3!

  3. Nachdem Sie hier über die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen dem ÖKO-TEST Verlag und Vully diskutieren, möchte ich Sie als PR-Verantwortliche gerne auf den neusten Stand bringen:

    Sophie La Girafe: nicht verkehrsfähig. Das darf ÖKO-TEST wieder sagen, nachdem das Landgericht Berlin eine zuvor von ihm selbst erlassene einstweilige Verfügung wieder aufgehoben hat.
    ÖKO-TEST hatte in seiner November-Ausgabe berichtet, dass sich aus der untersuchten Kultgiraffe, die gern als Ersatz für Schnuller oder Beißringe verwendet wird, weit mehr nitrosierbare Amine herauslösen als gesetzlich zulässig. Sie hätte somit gar nicht verkauft werden dürfen. Nitrosierbare Amine sind besonders gefährlich, weil sie sich in krebserregende Nitrosamine umwandeln können. Auch die französische Verbraucherzeitschrift Que Choisir hatte in einem Test Werte weit über dem in Deutschland geltenden Grenzwert gefunden. Wer Sophie schon gekauft hat, so daher unser Rat, sollte ihr „au revoir“ sagen, das Tier ins Geschäft zurückbringen – und das Geld zurückverlangen.
    Den gesamten Testbericht zu Sophie finden Sie unter
    http://presse.oekotest.de/bin/M1111-Sophie.pdf.

  4. Liebes Forum,
    es gibt Neuigkeiten:

    Verkehrsverbot für Sophie la Girafe – Überwachungsbehörde erstattet Strafanzeige

    Das chemische und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart (CVUA) hat jetzt festgestellt, dass „entsprechend § 32 Abs. 2 LFBG für die vorgelegte Probe“ der französischen Kultgiraffe Sophie „ein Verkehrsverbot“ besteht. Denn die von der baden-württembergischen Überwachungsbehörde untersuchte Probe enthielt 1.770 Mikrogramm lösliche nitrosierbare Amine pro Kilogramm. Damit sei der Grenzwert „um das ca. 18-fache“ überschritten. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich nitrosierbare Amine in hochgradig krebserzeugende Nitrosamine umwandeln können, wenn sie in den Magen gelangen, wovon auszugehen ist. Denn Sophie wird ausdrücklich als Spielzeug empfohlen, auf dem Babys kauen können. Zudem sei die Giraffe „wie gemacht, um die wunden Stellen zu lindern, wenn das Baby Zähnchen bekommt“.

    Das CVUA bestätigt damit eine Untersuchung von ÖKO-TEST, die schon im vergangenen November ergeben hatte, dass die getestete Giraffe nicht verkehrsfähig war. Das Verkehrsverbot bezieht sich aus rechtlichen Gründen zwar nur auf die von der Überwachungsbehörde untersuchte Probe. Doch vom französischen Hersteller Vulli bzw. dem deutschen Vertrieb, der Berliner Firma Elements for Kids (EFK) in einem Prozess gegen ÖKO-TEST selbst vorgelegte Gutachten zeigen, dass weitere Chargen über dem in Deutschland geltenden Grenzwert liegen. Erst im März 2012 kündigte der Anbieter gegenüber Händlern an, dass nach einer Umstellung des Produktionsverfahrens nun eine neue Charge die Einhaltung der deutschen Normen zweifelsfrei sicherstelle.

    ÖKO-TEST fordert Vulli und EFK daher auf, umgehend alle vor März 2012 ausgelieferten und betroffenen Chargen vom Markt zu nehmen. Im Übrigen sind auch weitere von ÖKO-TEST untersucht Produkte der Firma, das Weiches Spielzeug zum Beißen Chan und der Sophie la Girafe So’ Pure Zahnungsring zu hoch mit nitrosierbaren Aminen belastet und nicht verkehrsfähig.

    Wie die zuständige Überwachungsbehörde in Berlin mitteilt, hat sie inzwischen Strafanzeige erstattet.

    Den Untersuchungsbericht des CVUA Stuttgart finden Sie unter:
    http://presse.oekotest.de/presse/SophielaGiraffe.pdf.

  5. Und jetzt können Eltern die Giraffe zurückgeben!!

    Rückruf von Sophie la Girafe – Auch Sophies Freunde betroffen

    Gute Nachricht für Eltern: Mehr als ein halbes Jahr nachdem ÖKO-TEST im November vergangenen Jahres im beliebten Babyspielzeug Sophie la Girafe gefährliche nitrosierbare Amine oberhalb des in Deutschland gültigen Grenzwertes festgestellt hat, haben der Hersteller Vulli bzw. der deutsche Vertrieb, die Berliner Firma Elements for Kids, zum Umtausch der von ihnen gelieferten Naturkautschukprodukte aufgerufen. Davon sind neben Sophie la Girafe auch die anderen Produkte wie der So’Pure Beißring, die große Sophie und Sophies Freunde Chan Pie und Gnon betroffen. Der So’Pure Beißring und Sophies Freund Chan waren laut ÖKO-TEST-Untersuchungen vom März diesen Jahres ebenfalls zu hoch mit nitrosierbaren Aminen belastet und nicht verkehrsfähig. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sich nitrosierbare Amine in hochgradig krebserzeugende Nitrosamine umwandeln können, wenn sie in den Magen gelangen – wovon auszugehen ist, weil Sophie ausdrücklich als Spielzeug empfohlen wird, auf dem Babys kauen können. Zudem ist die Giraffe laut Hersteller „wie gemacht, um die wunden Stellen zu lindern, wenn das Baby Zähnchen bekommt“.

    Laut einer Mitteilung, die die Firma an Händler verschickt hat, werden sämtliche Exemplare von Sophie la Girafe aus Chargen, die vor dem 20.12.2011 in Deutschland durch EFK in Vertrieb gingen, kostenlos gegen neue ab März 2012 hergestellte Produkte ausgetauscht. Der Hersteller hat nach eigenen Angaben die Produktion inzwischen so umgestellt, dass die Einhaltung der deutschen Vorschriften zweifelsfrei sichergestellt sei. Eine erste neue Charge sei seit 20. Dezember 2011 an den Handel ausgeliefert worden, seit März 2012 eine zweite.

    Hinweis für Verbraucher: Die Chargennummer ist auf der Innenseite des linken Beines zu finden. Neu und unbelastet sollen die Chargennummern 321230 und ab 321300 sein. Allerdings liegt EFK laut eigener Aussage ein Prüfbericht vor, nach dem „Produkte der Chargen 331157, 331191 und 331101“ belastet sein sollen. ÖKO-TEST hat daher EFK angeschrieben und nachgefragt: „Diese höheren Zahlenwerte sehen logisch betrachtet aus wie neuere Produktionschargen als 321300. Bitte teilen Sie uns umgehend mit, ob die Chargen fortlaufend geführt werden und somit ein höherer Zahlenwert auf eine neuere Produktionscharge hinweist. Wenn dem nicht so ist: Wie sind die Chargennummern dann aufgebaut und wie lässt sich daraus ablesen, welche Produkte ab März 2012 hergestellt worden sind?“ Eine Antwort haben wir noch nicht erhalten.

    Die anderen Naturkautschuk-Produkte tauschen Vulli bzw. EFK vollständig aus, soweit sie über EFK bezogen wurden. Dazu heißt es in dem Händlerschreiben: „Im Zuge des Austausches möchte Vulli Sie bitten, auch die anderen Produkte aus Naturkautschuk, wie den So’Pure-Beißring, die große Sophie und Sophies Freunde Chan Pie Gnon und Sets, die eine alte Sophie enthalten könnten bereits zurückzusenden.“ Die Auslieferung von ersten, mit den veränderten Verfahren hergestellten Produkten, werde „voraussichtlich im Juli erfolgen“.

    ÖKO-TEST rät: Der Rückruf wendet sich nur an Händler. Daher sollten Eltern alle Sophie la Girafe-Modelle mit anderen Chargennummern als 321230 und 321300 und die anderen Naturkautschukprodukte des Herstellers Vulli ins Geschäft zurückbringen und dort ihre gesetzlichen Rechte geltend machen (Umtausch oder Geld zurück).

    Weitere Informationen und den Rücksendeschein für Händler finden Sie unter http://www.oekotest.de.

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