Töpfchen – so geht’s! (+ Töpfchentest)

Ich hatte mich immer gefragt: Töpfchen – wann? wozu? Ist es nicht viel praktischer, das Kind einfach weiterhin dort machen zu lassen, wo es alle tun? Aber dann kam der Tag X – und mit ihm die Erleuchtung.

Babies werden Kleinkinder. Und Kleinkinder wollen selbstständig sein. Abhalten ist wie Stillen – manchmal ist es klasse, manchmal aber ist es einfach nicht mehr das, was er jetzt will.

Bezüglich Windelfrei äußerte sich das – in meiner Interpretation – so, dass er sich nicht mehr abhalten ließ, dafür aber mit Begeisterung eine stille Ecke suchte, sich hinhockte und…genau.
Dazu kam, dass er plötzlich anfing, eine Leidenschaft für Stühle und Schemel zu entwickeln und alles bis hin zu seinem Holz-Steckwürfel als Sitz benutzte. Irgendwann saß er mal wieder auf dem Würfel und plötzlich sprang ich auf und dachte, ups, macht er jetzt? Er machte nicht, aber mir kam die Idee, wie praktisch es doch wäre, genau jetzt ein Töpfchen zu haben, um sagen zu können: Guck mal, daaa kannst Du.

Also flugs zum Mokoshop und das ergonomische Töpfchen DER POTT bestellt (Anmerkung: Ist auf der Moko-Site nicht mehr zu finden, aber Bora vom Shop hat mir erzählt, dass sie gerade die Website neu machen und daher z.B. auch das Sicherheitszertifikat von einigen Browsern nicht erkannt wird).

Und dann kam er und strahlte uns freundlich an:

POTT von vorne
POTT von schräg vorne POTT von oben

Und was geschah? Mein Sohn packte den Topf eigenhändig aus dem Paket, war praktischerweise gerade im Adamskostüm, und setzte sich sofort darauf! Da der POTT schön breite Sitzflächen hat, ist er schön bequem. Und dann machte ich einfach das Signalgeräusch, das Kind schaute interessiert nach unten…und erleichterte sich. Das wars! Seitdem geht er aufs Töpfchen. Nicht immer, aber immer, wenn ich es ihm anbiete und das mit sichtlichem Spass.

Und nicht nur das – er leert es auch mit Begeisterung selbst aus.

POTT - ausleeren

Zum Topf: Unsrer ist Blau-Transparent. Man sieht trotzdem von der Seite nicht, ob der Topf voll wird, aber das macht nix, man sieht es von oben prima. Das Kind sitzt ergonomisch gerade und offenbar bequem, denn er setzt sich sichtlich gerne auch einfach mal so darauf. Das Kind kann auch seitlich oder falsch herum drauf sitzen, ohne dass etwas daneben geht. Das ist von Vorteil, wenn man ihn beim Selbst-Draufsetzen nicht ständig korrigieren will (Kein „Nein, SO macht man das…“ nötig). Das Gesicht als Tragegriff ist nicht nur hübsch, sondern auch praktisch. Gerade für Jungs ist die Öffnung wirklich gut geschnitten, bisher ist noch nie etwas daneben gegangen.

Note: Sehr gut mit Mini-Abzug wegen nicht-ganz-transparent-sein.

Zum Mokoshop: Die Abwicklung lief schnell, zuverlässig und freundlich. Meine Nachfrage per Mail, da mein Browser ein abgelaufenes Sicherheitszertifikat meldete, hat Bora am gleichen Tag beantwortet. Einzig lästig: Ich musste das Geld nach Österreich überweisen, da Nachnahme nach Deutschland von dort aus teuer ist. Meine Bank macht grenzüberschreitende Überweisungen aber nicht online, also musste ich hier einen Umweg gehen. Aber das Problem ist bekannt und der Mokoshop gerade dabei, lokale Dependancen aufzubauen. Als er bezahlt war, kam der POTT wenige Tage später bei uns an, sicher verpackt.

Note: Sehr gut mit Mini-Abzug wegen Auslandsüberweisung, aber das wird sich ja bald ändern.

5 Gedanken zu „Töpfchen – so geht’s! (+ Töpfchentest)

  1. Super! *Daumen hoch*

    Unsere Kleine spielt öfters mit dem Töpfchen. Mal ist es ein Zeichen, dass sie muss, aber oft spielt sie nur und schiebt es munter durch die Gegend. Da hab ich noch nicht den Dreh heraus…

  2. Ein EDIT von mir: Bora vom Mokoshop erzählte mir gerade, dass sie öfter Probleme mit dem POTT habe, weil er schnell kaputtgehe, wenn er z.B. herunterfällt. Wir werden berichten, wie lange er bei uns durchhält!

  3. Heureka!
    Wir haben auch seit ca. 6 Wochen drei „Pötte“ im Haus verteilt. Unsere Tochter hat sie seither rumgetragen, sich draufgesetzt, alles mögliche reingefüllt, sich mit ihnen vertraut gemacht. Nur reinpinkeln war nicht. In den letzten Wochen hat sie zwar immerhin immer öfter daneben gepieselt (die Töpfchen stehen auf Wickelunterlagen), aber hineingegangen ist nichts.

    Aber gestern abend war es soweit: nach dem Ausziehen im Bad ist sie (14 Monate) zum Töpfchen marschiert, hat sich draufgesetzt, hat der Mama signalisiert, sie möge bitte in der Nähe bleiben, und hat ein großes Geschäft hineingemacht. Einfach so, ganz selbstverständlich. Und hat sich gefreut!! (und ich mich auch 🙂 Jetzt sind wir gespannt, wie es weitergeht, aber das war schon mal ein großer Schritt in Richtung Selbstbestimmtheit.

    … jaja, das sind die ganz besonderen Freuden des Mutterseins… ;-))

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