Intensiver Augenkontakt

Die Windelfrei-Erfahrungsberichte-Serie…

Daniela ist von Windelfrei total fasziniert, weil sie dachte, dass es nie so zeitig schon so gut funktionieren kann. Hier ist ihr Bericht:

Wie bist Du zu Windelfrei gekommen?
Bei meinem ersten Sohn habe ich gemerkt, dass er bei bestimmten Situationen Pipi machen muss. Damals habe ich (ohne vom Windelfrei-Konzept zu wissen) es ohne Windel probiert; allerdings war er da schon ein knappes Jahr alt. Als unser zweiter Sohn unterwegs war, habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt. Sehr wertvoll fand ich „Es geht auch ohne Windeln“ von Ingrid Bauer.

Wie alt war dein Kind, als Du mit Windelfrei angefangen hast?
Bei meinem zweiten Sohn habe ich von Anfang an Windelfrei praktiziert.

Wie viele Windeln hast Du vorher pro Tag verbraucht (Durchschnitt)?
Beim ersten Sohn waren es um die 10 Windeln pro Tag.

Wie viele Windeln verbrauchst Du derzeit und wie alt ist Dein Kind mittlerweile?
Mein zweiter Sohn ist 12 Wochen alt und mittlerweile verbrauchen wir etwa 3 Sicherheitswindeln pro Woche. Er trägt sie nachts, doch meistens sind sie früh noch trocken.

Nutzt Du auch andere Backups?
Gefaltete Mulltücher.

Hattet/habt ihr Probleme mit Wundsein?
Nein, noch nie. Beim ersten Sohn allerdings schon. Ebenso haben wir keine Probleme mit den so genannten Koliken.

Welche Standardsituationen probierst Du aus?
nach dem Aufwachen – ja
beim Stillen – selten; wenn er währenddessen muss, zeigt er es, indem er unruhig wird
nach dem Stillen – nein
nach dem Spielen – nein
Andere: nach Gefühl und wenn er mir Zeichen gibt

Wann klappt es am besten?
Nach dem Aufwachen und wenn wir beide Ruhe haben.

Wie viele Minuten (circa) hast du Zeit, um dein Kind abzuhalten (wenn es z.B. gerade aufgewacht ist oder wenn es Zeichen gibt)?
Unterschiedlich. Im Normalfall kann ich ihn problemlos bis ins Bad tragen und ausziehen. Manchmal hält er auch mal einige Minuten an, wenn es gerade mit Abhalten nicht geht. Nach dem Aufwachen wird es spätestens nach 10 Minuten dringend.

Was benutzt ihr als Töpfchen, wenn ihr eines benutzt?
Wir haben daheim diverse Behälter. Nachts einen Eimer, ansonsten nutzen wir Toilette oder das normale Töpfchen. Für unterwegs habe ich eine kleine Schüssel, falls mal kein Gebüsch in der Nähe ist.

Wie schätzt Du die Arbeitsbelastung ein?
Ich empfinde es anfangs als mehr „Arbeit“, da mein Sohn manchmal alle 10 Minuten abgehalten werden musste bzw. ich seine Signale nicht richtig deutete und einiges daneben ging. Da wäre das Windeln sehr viel bequemer gewesen, aber wir sind auch gerne mal unbequem. Mittlerweile ist es für mich bedeutend weniger Aufwand als beim Wickeln. Ich ziehe ihn aus, halte ihn ab und ziehe ihn wieder an. Wir haben keinen Müll und ich muss ihn auch nicht von oben bis unten saubermachen, weil er „übergekackt“ hat.

Hat sich in deiner Kindes-Wahrnehmung etwas verändert, seit ihr Windelfrei macht und was?
Meine Rückbildungshebamme hat ganz erstaunt und beeindruckt festgestellt, dass mein Sohn viel intensiveren Augenkontakt mit mir hält als jedes andere Baby, das sie bisher kannte. Ich selbst merke, dass mich mein Sohn mit einem bestimmten Gesichtsausdruck anschaut, wenn er abgehalten werden will.

Hast Du einen heißen Tipp für Windelfrei-Mütter in der gleichen Situation?
Ich kann es nur jedem empfehlen, es selbst zu probieren. Allerdings muss es sowohl für die Eltern als auch für das Kind stimmen. Es kann nicht erzwungen werden, man muss damit wachsen. Und wenn es nicht passt, dann kann man es auch später noch einmal versuchen.

Vielen lieben Dank!
😀

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