Montags-Mantra: Schreibe und bete.

Es gibt Dinge, die ich immer, immer, immer wieder mache. Und mich jedes Mal drüber ärgere.
Den Schlüssel verlegen, falsch parken, zuviel Nutella essen, den Müll nicht perfekt trennen, die Kleine nach dem Aufstehen nicht nochmal abhalten…und das sind nur die weniger dramatischen. Wenn es um meine Kids geht, dann bin ich strenger und vor allem völlig genervt, wenn ich immer wieder Dinge tue, die ich mir schon längst abgewöhnt haben wollte.

Aber wie neue Wege gehen? Ich habe zwei Techniken, die mir gut helfen.

1. Schreiben.
Ja, ich weiß, wir haben alle keine Zeit. Aber Schreiben hilft. Aus dem Buch von Julia Cameron „Weg des Künstlers“ lernte ich die Technik der Morgenseiten. Jede Morgen drei Seiten schreiben, einfach was euch in den Kopf kommt, wie es euch geht. Wenn es keine drei Seiten werden, schreibt eine. Oder eine halbe. Egal. Wichtig ist, dass ihr es täglich macht. Es ist unmöglich, sich über Wochen hinweg bei sich selbst jeden Tag über die gleichen Dinge zu beschweren. Irgendwann ändert ihr es einfach.

2. Beten.
Ja, ich weiß, total altmodisch. Hilft aber. Jeden Abend vor dem Schlafengehen zum Beispiel kurz: „Liebe/r/s wasimmerihrglaubt, danke für …. washeutetollwar….bitte gib mir die Kraft, morgen…. wasimmerihrbraucht. Schlussformel“

Bei mir klingt das dann zum Beispiel so: „Liebe Kraft da draußen, danke, dass wir heute warme Sonne, so leckeres Essen und lieben Besuch hatten. Bitte gib mir die Kraft, morgen beim nächsten Geschwisterstreit nicht sofort einzugreifen, sondern zu warten, ob sie es selbst lösen können. Bitte gib mir die Geduld zu warten. Das Vertrauen, zu schweigen. Die Kraft, mich zurückzuhalten. Danke.“

Ebenfalls unmöglich, sich das jeden Abend zu sagen und es dann nicht auch irgendwann so zu machen.

Wie macht ihr das? Ähnlich? Noch ganz anders?

Montagsmantramontagsgruss,

back in town,
eure nic

0 Gedanken zu „Montags-Mantra: Schreibe und bete.

  1. Ja, beten auf alle Fälle. Das hilft, auch wenn man lange Zeit für dasselbe betet. Nicht nur um zu danken und um was zu bitten, auch um um Vergebung für eigenes z.T. wiederholtes Fehlverhalten zu bitten und um Dinge abzugeben, die ausserhalb unseres Einflussbereiches liegen.
    Ansonsten, das wiederholte Eintippen meines Mantra-Passwortes, welches ich auf Dein Anraten hin eingerichtet habe, bilde ich mir ein, hilft auch.

  2. Danke, danke, danke Nic, für Deine wundervollenklugenweisen Montagsmantras. Ich bin besonders beeindruckt vom beten. Das von Dir, wer hätte das gedacht? Ich kann es mir aber lebhaft vorstellen, dass es hilft. Und ab heute, ja ab sofort werde ich damit anfangen 🙂

    LG, Claudia

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