Artgerecht Camp 2011 – so war’s wirklich!

Lagerfeuer, Hängematten, spielende Kinder, Baden im See, Stockbrot, lange Tafeln mit gemeinsamem Essen, Bücher und Gespräche, Gespräche, Gespräche…das erste Artgerecht Camp 2011 hat stattgefunden!

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In der Abschlussrunde fielen Sätze wie:

Ich habe mich so aufgehoben gefühlt“
„Ich hab mich total erholt, obwohl ich mit zwei Kindern alleine zelten war – das hätte ich nie gedacht“
„Endlich waren wir unter Gleichgesinnten“
„Für die großen Kinder war der Ort mitten im Wald einfach toll“
„Das hat uns mit Windelfrei wirklich weitergebracht.“
„Nächstes Jahr bitte unbedingt wieder!“

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Ja, nächstes Jahr wieder! Ich hätte selbst nicht gedacht, dass es so schön wird. Eine Gruppe von etwa 35-40 Leuten, je nach Tagesgast-Anzahl, war im Grunewaldheim zu Gast. Unser Zeltplatz war mitten im Wald, mit Schaukeln, Lagerfeuerstelle und doch in Laufweite zum Haus, in dem Küche und Badezimmer waren.

Wir hatten das – weiträumiug eingezäunte – Gelände die meiste Zeit fast ganz für uns und so konnten die großen Kinder herumstreunen und Frösche beobachten, Schaukeln, Fangen spielen, Gräsergerichte zaubern und einfach im Gras sitzen, ohne dass ständig jemand hinterher sein musste.

schaukeln

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(das hier ist eines der Gräsergerichte der Kinder von ihrem Restaurant-Spiel, „Nudeln mit Gemüse und Fisch“, links das Besteck – hmmmm, lecker!!)

Wir Großen genossen die Hängematten, die Ruhe und das wider Erwarten ganz passable Wetter.

lesendehängematteJeden Morgen um acht fanden sich einige Unermüdliche mit Picknickdecken zum morgendlichen Yoga ein – großartig, mit Blick auf die alten Bäume, die Morgensonne auf der Haut. Nach dem Frühstück trafen wir uns zu Info-Lagerfeuer-Runden zu den Themen Windelfrei, Impfen, Artgerecht-Magazin, Bücher. Lebhafte Diskussionen und eine unglaublich spannende Auswahl an Büchern kamen zusammen. Es fand ein Windelfrei- und Kinderklamotten-Flohmarkt statt, eine Idee, die wir auf jeden Fall nächstes Jahr wieder aufgreifen. Dana gab uns allen eine Trageberatung, mit dabei alles mögliche, Sling, Ergo, Manduca und die neue Entdeckung für die Hüfttrageweise. Jeder konnte noch einmal Fragen und Details klären und auch mal eine andere Trage als den persönlichen „Standard“ ausprobieren. Sehr bereichernd.

Trageberatung

Zum Entspannen konnten wir an den Grunewaldsee laufen. Die Kinder spielten im Wasser und waren trotz blauer Lippen nicht herauszukriegen. Immer mit dabei: Ausreichend Proviant und Equipment.

seeProviantSeeds of Empathy

Am Feuer wurde schon morgens der erste Kaffee gekocht – hier der Hobo-Kocher aus einem IKEA-Besteckbehälter von Danny.

kocherDonutTopf

Auch den Donut-Topf, bereits erwähnt als Alternative zum Asia-Topf, konnten wir live erleben und ausprobieren. Überhaupt war es sehr spannend zu sehen, wie und womit andere so ihren Baby-Alltag bewältigten.

Natürlich saßen wir abends rund ums Lagerfeuer, häufig mit zwei Gitarren, auf denen entspannte Melodien gezupft wurden. Am Feuer gab es dann sogar auf einer Leinwand „Babys“ zu sehen – Kino unter Sternenhimmel mitten im Wald zwischen Zelten voller schlafender Kinder. Wow.

FEuer

Es war so schön, ich platze vor Dankesagenwollen. Danke an Dana, die unsere Essens-Kochen-Organisation übernommen und jeden Tag ein leckeres Essen organisiert hat! Danke an Marja, die für uns alle (mit Jana) immer wieder einkaufen gefahren ist! Danke an die Männer für die Kinderspiele und an Danny für die vielen schönen, warmen Feuer, sogar am ersten Morgen bei Regen (!). Danke an Enrico und Mandy, an Dana, an Mario und Kristina, die ihre Kisten für den Flohmarkt bis in den Grunewald trugen. Danke an Claus für die unermüdliche Küchenpflege und danke an Clara fürs Babysitten! Danke an Sabine für den Gaskocher für ein schnelles Kindermittagessen. Danke an euch alle, dass ihr da wart und diese Woche möglich gemacht habt!

Es war wirklich sehr, sehr artgerecht. Irgendwie war immer jemand da, der mal schnell helfen, mal schnell zuhören, mal schnell zupacken konnte. Es war schön, Dinge gemeinsam und in kleinen Gruppen, getrennt und doch in der Geborgenheit des Camps zu tun. Faszinierend, in den Lagerfeuer-Runden zu hören, was ihr alle so lest, denkt, macht, wie ihr bestimmte Dinge mit den Kindern angeht. Es ging um Windelfrei, aber es ging auch um so vieles mehr (eigentlich ging es sogar fast zu wenig um windelfrei, wie schon angemerkt wurde).

Nächstes Jahr werden wir wieder Yoga, Programm und Flohmarkt machen. Wir werden das mit dem Essen noch professioneller organisieren, eine Pinnwand für die täglichen Termine und ein kleines Zusatzprogramm für die Kinder haben. Ich kann’s kaum erwarten…wer kommt mit?

7 Gedanken zu „Artgerecht Camp 2011 – so war’s wirklich!

  1. Wir fanden’s auch toll, obwohl wir (noch) nicht windelfrei sind, aber eine Woche freipinkeln hatte auch hier bleibende Erfolge ;).
    Auch gerne nächstes Jahr wieder!

    Marja

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