Windelfrei – so gehts nicht III

Einen hab ich noch – wo ich immer wieder strauchele, weil es „nicht klappt“:

Zum Beispiel nachts.
Wenn sie ohne Windel ist – was sie oft ist – und ich das erste Abhalten verschlafe, dann aber aufwache, wenn das Bett nass wird. Handtuch drauf, weiterschlafen. Jetzt ist sie ja leer. Zweites Mal stillen, weiterschlafen, sie ist ja leer. Klappt. Drittes Mal stillen, jetzt muss sie sicher, Topf drunter, nee, sie macht nicht, schläft weiter, okay, weiterschlafen. Nicht einschlafen. Beim nächsten Mal stillen so müde sein, dass ich erst total spät an den Topf denke – Bett nass. Nerv. Oder noch besser: Topf druntergehalten, Baby hat artig reingemacht und dann Topf umgekippt. Yeah. Was mir auch gerne passiert, ist ein falscher Anstellwinkel, so dass nachts die Hälfte in den Topf geht -und die andere Hälfte hinten raus. Ich werde nie verstehen, was da passiert, habe jetzt aber vier Euro in eine größere Schüssel investiert, der Asia überfordert mich nachts einfach (klappt das bei euch?).

7 Gedanken zu „Windelfrei – so gehts nicht III

  1. Gelesen hab ich nur den einen Eintrag und daher frag ich mich – wieso tust du dir das an??? Irgendwann wird jedes Kind sauber, wenn es nicht krank ist. Das geht ganz von selbst und ganz ohne Stress. So war es zumindest bei meinen beiden Kindern.

    1. Hihi, danke ergo99, ich dachte schon, es fragt überhaupt keiner mehr ;). Warum tun wir uns das an? Weil meine Kinder niemals bei 30 Grad (oder 25 oder 20) in Windeln schwitzen müssen, weil sie nie, nie, nie wund sind, weil sie mit zwei sauber sind – ohne Stress-, weil es keine 1,5 Tonnen schwer verrottbaren Müll produzieren wird, weil wir Geld sparen, weil meine Kinder ihren Körper im Ganzen wahrnehmen, erfahren können, weil sie sich super bewegen können ohne Windeln, weil weil weil…

      Ich bin von Herzen wirklich sehr, sehr faul. Ich würde es nicht machen, wenn es nicht eine Menge Gründe dafür gäbe. Wenn es die Sache in der Summe nicht einfacher machen würde. Sauereien gehören dazu ;). Seit dem Posting klappt es nachts übrigens wieder wunderbar, wie immer.

      Vielleicht ist es einfach so, dass die meisten Windel-Eltern die bis zum Kragen vollgemachten Bodies selten erwähnen und das Weinen der Kinder beim Säubern eines wunden Popos auch.

  2. Investier doch lieber gleich in das Donuttöpfchen, da ist nix mehr mit Anstellwinkel, da trifft man immer. Oder warte bis zum Artgerechtcamp und ärgere dich dann, dass du solange ohne auskommen musstest 😉

    GLG
    Dana

  3. Wir machen auch windelfrei, seitdem unser Kind 15 Monate alt ist und regelmässiges Abhalten seitdem er 4 Monate alt ist. Ich würde es auch immer wieder machen. Gerade solche Sachen wie grosses Geschäft aus der Windel wegmachen ist weder fürs Kind noch für die Betreuungsperson wirklich schön. Und auch bei den anderen Gründen kann ich Nicola nur zustimmen: Kein wunder Po, Bezug zum eigenen Körper, mehr Bewegungsfreiheit, kein heisses Windelpaket am Körper, weniger Müll etc. Alles super.
    Nur in einem Punkt muss ich Nicola wirklich widersprechen: Die Kinder werden nicht automatisch mit 2 sauber, meins nicht und auch das Kind einer Freundin nicht. Unser Sohn macht noch ziemlich viele (Unter-)hosen nass und ich glaube einfach, dass es daran liegt, weil er noch nicht reif genug ist um es rechtzeitig zu merken bzw. nicht einschätzen kann, wie lange die Blase noch hält.
    Das bezieht sich nur aufs kleine Geschäft, wohlgemerkt und auch nur auf die Tage, nachts ist kein Problem. Dennoch kann man hier nicht von Sauberkeit sprechen, mein Kind braucht eben noch Begleitung und muss entweder erinnert werden oder wird nass.

  4. Ach ja, das kommt mir bekannt vor 😀
    Wir sind viele, viele Nächte nachts komplett trocken. Aber wir haben auch Nächte, in denen geht so ziemlich alles schief, was nur schiefgehen kann 😉 Aber zumindest das mit der Töpfchenposition klappt jetzt und verschüttet hab ich den Inhalt auch schon eine ganze Weile nicht mehr… Und da sich über Nacht ja einiges ansammelt, habe ich nun immer 2 Töpfchen neben dem Bett stehen – einen zum Abhalten und einen, in den ich das Pipi reinschütte und sammle, bis ich selbst das nächste Mal ins Bad gehe 😉

  5. @bettina: ich seh den Begriff „sauber werden/sein“ lockerer. Für mich war meine Tochter „sauber“ als ich nicht mehr das Bedürfnis hatte, ihr eine Sicherheitswindel anzuziehen, wenn wir außer Haus gehen und das war mit ca. 20 Monaten der Fall. Aber es gibt dann Tage wie heute, wo wir unterwegs alle 3 Ersatzhosen verbrauchen, aber das schiebe ich auf Müdigkeit und Zahnen. Es gab und gibt aber auch viele, viele Tage, an denen wir die Ersatzhosen nicht brauchen. Für mich ist das Thema jedenfalls abgehakt. (Sie ist jetzt gute 2 Jahre.)

    @anna: den tipp mit dem 2. Töpfchen find‘ ich gut. Werde ich anwenden, wenn ich wieder ein kleines Baby hab. 🙂

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