Windelfrei!

Wir sind windelfrei! Definitiv.

Das Paket Windeln, das ich im Juli gekauft habe, liegt hier halb leer herum und keiner kümmert sich um das arme Ding. 20 Monate ist er jetzt alt und es ist ganz einfach: Wir halten ihn regelmäßig ab und wenn wir es vergessen, kommt es schon mal vor, dass er selbst ins Badezimmer geht, „Pipi!“ verkündet und wartet, bis man ihn abhält oder auf den Topf setzt. Und wenn er untenrum nix anhat, setzt er sich auch ganz alleine auf den Topf – manchmal nur, um dann die drei Tropfen, die er sich abgerungen hat, voller Stolz in die Toilette schütten zu gehen. Übrigens: Das Babyzeichen-Zeichen für „ich muss mal“ hat er bis heute nicht ein einziges Mal gemacht. Mittlerweile mach ich es auch nicht mehr, es interessiert ihn einfach nicht ;).

Nachts ist er ja schon lange windelfrei, da ist es allerdings so, dass er noch immer zwei Stunden nach dem Schlafengehen und etwa in der Mitte der Nacht noch einmal muss (und ich ihn dann abhalte). Gestern dachte ich , uff, ich bin zu müde, heute mal eine Nachtwindel…aber dann hat er gegen halb fünf so vorwurfsvoll „Mama!!“ gerufen und sich so heftig hin- und hergewälzt, dass ich ihm die Windel auszog, ihn abhielt und erst dann konnten wir alle wieder weiterschlafen. Das ist nun…naja, irgendwie erfreulich, aber auch etwas unpraktisch: Ausbüchsen ist nicht mehr. Ich bin mal gespannt, wann die kleine Blase „durchschläft“!

Und ich bin gespannt, wie lange die Phase anhält, oder ob wir jetzt wirklich soweit sind. Jetzt kommt ja der Winter, das könnte noch mal spannend werden (viele Klamotten, an- und ausziehen zu Abhalten etc.).

7 Gedanken zu „Windelfrei!

  1. Aber was mich interessieren würde: Windelfrei und Berufstätigkeit? Vielleicht als FreiberuflerIn, aber sobald man auf Kita und Tagesmutter angewiesen ist, wird es doch schwierig, oder sehe ich das falsch. Meine Kita würde sich jedenfalls nicht darauf einlassen.
    Heißt: Mütter zurück an den imagären Wickeltisch statt an den Schreibtisch?!
    Fragt sich eine Elisabeth

    1. Hallo Elisabeth,

      wir haben eine Abmachung mit der Kita: Er trägt eine Windel und sie halten ihn nach dem Schlafen, nach dem Essen und zwischendurch ab, wenn sie auch die „großen“ Kinder abhalten. Vorausgesetzt, dass er es möchte. Und das reicht dann völlig. An arbeitsreichen Tagen habe ich es auch nicht anders gemacht, als er noch kleiner war. Das ist ja der Vorteil von Teilzeit-Windelfrei: Man hat alle Vorteile (früher sauber, kein Wundsein, Bewusstsein der Kinder bleibt) und kann trotzdem auch ein „normales“ Leben führen.

      Wie klingt das?

      Herzliche Grüße,
      Nicola

  2. Also meiner, gleiches Alter. Geht seit über einem Jahr in die Kita und ist im gleichen Windelfreistatus wie oben. Es gab anfangs lange Diskussionen mit den Erzieherinnen(später war er ein Wunderkind und nun haben sie sich dran gewöhnt, dass er aufs Töpfchen geht). Aber mittlerweile hole ich ihn ab und er hat keine einzige nasse Hose.
    Das einzige Problem ist nachts, bin ich durchs arbeiten so müde, dass ich ihn verpenne… und hatte die letzten Tage ein nasses Kinderbett… aber davor die Woche war alles trocken.
    Das wird schon alles, immer nach den eigenen Möglichkeiten.

    1. Wow, tolle Kita-Geschichte! Ja, bei uns haben die Erzieherinnen auch irritiert geguckt, aber wenn man ihnen verspricht, dass es für sie eigentlich keine Mehrarbeit ist, dann lassen sie sich auf einen Versuch ein.

      Nachts nasses Bett ist doof, vor allem, wenn man früh raus muss. Vielleicht doch eine Nachtwindel? Haben wir auch lange so gemacht, weil ich es einfach oft verpennt habe. Und jetzt klappt es trotzdem :).

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