0 Gedanken zu „Ist Tragen Hexerei?

  1. Aaaaaber auf dem Besen fliegen mit Kind ist bestimmt nicht mit der StVO vereinbar! Sondern da braucht es die vom ADBC (oder so) empfohlene Babybesenschale. 🙂

  2. Genau das war auch mein Gedanke gewesen bei dem Bild. Ich habs mich nie getraut (und würde auch nicht, zumindest nicht in der Stadt), mit Tragebaby zu radeln.
    Aber bei den Sitzen hinten aufm Gepäckträger ist mein Gefühl auch nicht
    weniger mulmig.
    Und diese Anhänger sind ja cool, aber so richtig wohl fühle ich mich dabei auch nicht.
    Weswegen wir also noch nie mit Baby Fahrrad gefahren sind…
    Und jetzt wird Sommer – was nun?

  3. Ich bin auch nie mit Kind im Tuch/in der Manduca Fahrrad gefahren, das ist mir zu unsicher. Mein Mann meint, das wär kein Problem, aber probiert hat er es auch noch nicht. Ich habe aber schon häufiger Mütter mit Kind im Tuch auf dem Fahrrad gesehen…
    Wir machen es so, dass wir dann halt schieben, wenn die Maus nicht mehr im Anhänger sitzen will.

  4. Ich denke, dass das nennen wir es mal engl. „exposure“-risiko auf einem Fahrrad immer höher ist, als im Auto, egal wo das Kind sitzt. Der relativ niedrige Anhänger, den man ja als Autofahrer (vor allem die in den schicken SUVs) vielleicht übersieht aufgrund der mangelnden Höhe, kommt mir nicht sicherer vor, als Kindersitz oder Tuch. Beim Tuch oder Manduca wäre mir vorne wahrscheinlich lieber, da man da vielleicht noch die Arme schützend um den Kopf des Kindes halten könnte, wenn man fliegt, wenn’s hinten ist, liegt man dann vielleicht auf dem Kind. Bei einer Kolision mit einem Auto, nimmt sich der „Schutzfaktor“ aller Kinderplätze wohl nicht viel.
    Ich denke am wichtigsten ist, sich an die Verkehrsregeln zu halten. Gerade in Berlin verunglücken viele Radfahrer, weil sie bei Rot über die Ampel oder auf dem Fußweg fahren, oder weil sie den Radweg in der falschen Richtung benutzen. Immer für die Autofahrer mitdenken, nie annehmen „na, der muss mich doch sehen“.

  5. eins meiner kinder hat immer in der wickelkreuztrage vorne geschlafen, jedes mal beim aufsteigen sofort weggeschlummert. wie autofahren, nur besser.
    das nächste hab ich so sogar gestillt (mit größerem kind im sitz)
    das übernächste ist das erste mal mitgefahren, als es schon etwas älter war, auf dem rücken im tt, bzw didytai.
    bin mit kind im tt auf dem rad aber nur auf feldwegen, fahrradwegen und dem bordstein gefahren, nicht auf der straße und nicht auf strassenfahrradwegen.

    autofahrten sind übrigens auch recht gefährlich

    Kinder bis zum Alter von sechs Jahren sind nirgendwo im Verkehr mehr gefährdet als im Auto.

    in berlin würde ich das radeln mit kind aber wohl auch eher bleiben lassen
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/fahrrad/unfallstatistik-radfahren-in-berlin-wird-immer-gefaehrlicher/4605734.html

  6. ganz ehrlich: ich bin kein fan von getragenen kindern auf dem fahrrad.
    idR können sie dort keinen helm tragen und ich bezweifle, dass das zusätzliche körpergewicht mich bei einem sturz geschmeidiger und sicherer zu boden „gleiten“ lässt.
    schlimmstenfalls lande ich also auf dem kind.

    hinten drauf ist auch nicht das optimum, in meinen augen aber sicherer, weil festgeschnallt, mit helm, mit starren plastik umgeben.

    in der stadt ist son wägelchen leider auch wirklich unsicher, zumal sich das kind dann direkt auf auspuff-niveau befindet…

    fazit: wir laufen (noch), bis nichts anderes mehr geht 😉

  7. Diese Frage stelle ich mir auch schon seit einer Weile. Ich bewege mich praktisch NUR per Fahrrad fort. Vom Gefühl her würde ich sagen, dass das Kind im TT vor der Brust am sichersten ist. Das ist der Bereich, den ich auch bei mir selbst instinktiv bei einem Unfall am meisten schützen würde. Mit Kindersitz auf dem Gepäckträger hätte ich total Schiss, dass mir das Fahrrad umkippt, ich es nicht gehalten kriege mit dem erhöhten Gewicht hinten drauf. Bei meinen wenigen bisherigen Fast-Unfällen hatte ich jedes Mal echte Mühe, das Rad halbwegs aufrecht zu halten, damit es nicht noch irgend ein Auto zerkratzt. Mit Gewicht hinten drauf stelle ich mir das echt schwierig vor. Und einen Anhänger stelle ich mir noch unhandlicher und gefährdeter vor. Von da aus ist der Weg nach unten zwar nicht so weit und also hoffentlich auch nicht so schmerzhaft, aber mein Kontakt zum Kind ist dafür auch besonders stark eingeschränkt. Da kann ich im Fall eines Unfalls nur noch versuchen rational zu handeln, statt meinen Instinkten zu vertrauen.
    Im Moment radle ich noch mit Kugelbauch, was ziemlich entspannt ist (von der allmählich zunehmenden Atemnot abgesehen). Meine Hebamme mahnte mich neulich, meinen Bauch besonders gut zu schützen, da ich eine Vorderwandplazenta hab und der halt nichts passieren darf, damit sie sich nicht vorzeitig ablöst. Aber bislang funktionieren meine Instinkte so toll, dass ich darauf vertraue, dass das auch im Notfall funktioniert. Und ansonsten bin ich halt deutlich vorsichtiger und achtsamer unterwegs als bisher, u mich und das Baby nicht in Gefahr zu bringen. – Mal schauen, was davon sich nach der Geburt fortsetzen lässt, oder ob ich dann alles zu Fuß mache.
    Weiß jemand, wie das in Länder wie Indien etc üblich ist? Da wird das Fahrrad ja oft als Haupttransportmittel benutzt. Und dort wird ja auch praktisch jedes Kind getragen.

  8. Ich habe mal die Meinung zum Tragen beim Fahrradfahren von Siri von http://www.trageberatung-mond-baer.de eingeholt:

    Liebe Christina,

    dazu gibt es nicht viel zu sagen, da es dazu eine Gesetzteslage gibt:

    §21 StVo:
    (3) Auf Fahrrädern dürfen nur Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden, wenn für die Kinder besondere Sitze vorhanden sind und durch die Radverkleidung oder gleich wirksame Vorrichtungen dafür gesorgt ist, daß die Füße der Kinder nicht in die Speichen geraten können. Hinter Fahrrädern dürfen in Anhängern, die zur Beförderung von Kindern eingerichtet sind, bis zu zwei Kinder bis zum vollendeten siebten Lebensjahr von mindestens 16 Jahre alten Personen mitgenommen werden. Die Begrenzung auf das vollendete siebte Lebensjahr gilt nicht für die Beförderung eines behinderten Kindes.

    In Holland ist das Befördern von Babys im Tragetuch auf dem Rad an der Tagesordnung, in D stellt es wohl eine Ordnungswiedrigkeit dar.

    Allerdings den Bogen von dem Hexenbesen zum Rad zu schlagen (… hatte ich schon in diversen Foren), halte ich für unsinnig, da das eine reine Fiktion ist und nur den Slogan mit dem Hexenwerk bekräftigt, da der Besen nunmal ein Merkmal einer Hexe darstellt.

    Ich würde meine Kinder als Babys nicht am Körper auf dem Rad transportieren, schon gar nicht vor dem Bauch, da sich der Schwerpunkt massiv verändert.

    Liebe Grüße, Siri

  9. Danke Christina,

    das ist doch mal ne klare Ansage. 🙂 Dann muss ich also schieben, so lange ich mich nicht traue, das Kind im Sitz ausbalanciert zu kriegen. Danke für die Recherche!

    Viele Grüße,
    Katharina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert