Parenting Card: Sei ein Beispiel – oder manchmal besser nicht

Be an Example

„Sei deinem Kind ein Beispiel“

Die Parenting Card dieser Woche erinnert mich daran, dass es laut Karl Valentin „keinen Sinn hat, Kinder zu erziehen, weil sie uns ohnehin alles nachmachen“.

Und es ist die richtige Card, um uns selbst immer und immer wieder, an die eigene Nase zu fassen:

Warum fährst Du deine Schwester schroff an? Warum schmeißt du die Sachen einfach so hin? Wieso willst Du bitte kurz vor dem Essen noch Schokolade??

Die schlechte Nachricht: Sie machen es, weil wir es tun. Weil wir manchmal die Kinder schroff angehen, weil wir auch mal nach Hause kommen und erschöpft alles fallen lassen, weil ich beim Kochen schnell was zwischen meine Zähne schiebe vor Hunger. Deshalb.

Weil sie nachmachen, was wir auch machen. Weil sie nachmachen, was ich mache. Weil sie nachmachen, was sie sehen/hören/fühlen.

Die gute Nachricht: Natürlich machen sie unsere „schlechten“ Eigenschaften und Angewohnheiten nach (Nutella…). Aber auch die guten!! Warum streichelt er seine Schwester liebevoll, wenn sie sich wehgetan hat, warum verschenkt er in Handtücher eingepackte Spielsachen, warum fragt er höflich „Kannst du mir bitte…“, warum hängt er immer, immer seine Jacke an den Haken? Weil ich’s auch mache.

Yeah.

Weitermachen. Die Veränderung leben, die man sehen will. Noch ne gute Nachricht: Es ist nicht alles verloren. Er hat aufgehört, seine Schwester blöd anzumachen als ich aus dem schlimmsten Schlafentzugstief raus war – und meinerseits nicht mehr so oft unwirsch wurde. Sie lernen schnell. Sie erholen sich mit uns von schweren Tagen.

Merke: Kinder sind großartig. Alles andere sind und bleiben: Benutzerfehler. Allen ein schönes WE!!

3 Gedanken zu „Parenting Card: Sei ein Beispiel – oder manchmal besser nicht

  1. Unser Rezept zum Zähneputzen: einen Riesenspass draus machen! Lieder singen: Hin und her, hin und her, zähneputzen ist nicht schwer. Rundherum, rundherum, zähneputzen ist nicht dumm. Mannohmann mannohmann jetzt ist mal die Mama dran.
    Oder irgendwelche rhytmischen silben: ratatata — Bus! (frag mich nicht wo das herkommt).
    Und natürlich auch die Geschichte von den Zahnmonstern die Löcher in die Zähne fressen, wenn man nicht putzt.
    Ganz neu bei uns: eine Messerspitze Birkensüße, hilft zusätzlich Karies verhindern und schmeckt super.

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