Wie geht: Auf der Toilettenbrille sitzend abhalten?

Nachdem Nicola in einem ihrer letzten Einträge über die Technik gesprochen hatte, ein Kind auf der Toilettenbrille sitzend abzuhalten, wollte ich das nun mal auch ausprobieren. Es klang ja eigentlich recht einfach: Mit dem Gesicht zum Deckel auf der Brille sitzen und das Kind zwischen den Beinen über die Schüssel halten. Doch in der Praxis sah es dann doch etwas anders aus:

Söhnlein und ich nutzen den Urlaub in Berlin aufgrund der Abwesenheit heimischer Topfsysteme zum Ausprobieren. Erste Toilette war die Toilette von Freund X:

Ich schnappe mir das Kind, setze mich auf die Brille, hebe das Kind hoch und will es abhalten, aber es ist viel zu wenig Platz zwischen meinen Beinen und dem Ende der Brille. Also noch etwas nach hinten, zum Rand rutschen. Hm, immer noch zu wenig Platz, noch etwas rutschen. Noch ein kleines Stück, noch ein winziges Stück, dann könnte es gerade so gehen, mit etwas Balance, Anspannung in den Oberschenkeln, dann…, jetzt… – Ahhhhhhhhhh, ich rutsche, ich falle – Hilfe, mein Baby! – und Wumms! – auf dem Boden gelandet! Zum Glück hat das Baby nicht viel mitgekriegt.

Was war das denn?!? Wie konnte das geschehen? Mein Gott, wann ist mir denn das jemals passiert? Ich bin von der Toilette runtergefallen!

Für den Tag war ich erstmal bedient und verschob weiteres Experimentieren auf später.

Beim nächsten Mal bat ich den Kindsvater, sich hinter mich zu stellen. Diesmal klappte es besser, trotz gefährlicher Schwankungen, die jedoch durch Kindvaters Schutz zu keinen weiteren Unfällen führten:

Ok, also nun sitzen wir in Position. Auf der Brille, mit dem Gesicht zum Deckel. Beim grossen Geschäft das Kind gerade halten, beim kleinen nach vorne kippen. Klar!, denke ich, sonst wird die Brille ja total nass! Ich neige mich also nach vorne, ein Stückchen…, ein wenig…, etwas weiter… und noch ein Stückchen.

Hm. Das Kind (männlich) zielt immer noch auf die Brille. Also noch ein bischen weiter, immer schräger, jetzt müsste es passen – da lässt mich plötzlich ein Donnern erschreckt auffahren! Kind, hast Du Dich gerade erleichtert, hattest Du einen solchen Druck, dass es so Rauschen und Donnern musste oder was für ein Getöse war das eben? Dann wird mir bewusst, dass ich mit dem KOPF die Klospülung ausgelöst habe! Ach so, daher das Rauschen! Wir lachen uns schlapp! TopfFit macht echt Spass, soviel gelacht habe ich selten.

Aber zurück zum Thema – wie geht es denn nun, ein Kind auf der Brille sitzend mit Gesicht zum Deckel abzuhalten?

Die zweite Toilette während unseres Urlaubs steht bei Freundin Y und da ist es plötzlich viel einfacher. Keine Absturzgefahren und einigermassen Platz für Mama und Kind.

Eine eingehende Analyse mit Windelfrei Expertin Nica schafft Klärung. Das Geheimnis ist folgendes:

Die Beinlänge der abhaltenden Person darf einen bestimmten Wert nicht überschreiten. Tut sie es doch, hat die Person ihre Beine sehr breit zu spreizen, um dem Kind Platz zu schaffen. Das geht jedoch nicht immer, da manche Toiletten (wie die erste Toilette von Freund X) in Nischen gebaut sind. In diesem Fall hilft eigentlich nur noch eine American Extra-Large-Toilette.

That’s it! Alles klar! Und das heisst: Bye, bye, auf der Toilette abhalten, mit dem Gesicht zum Deckel. Unsere Toilette daheim ist auch in einer Nische und eine neue Toilette werde ich wohl nicht einbauen. Ich lass mir lieber was Anderes einfallen, vielleicht ein spezielle Babytoilette?

3 Gedanken zu „Wie geht: Auf der Toilettenbrille sitzend abhalten?

  1. Hallo Bettina,

    ich sehe das Problöem im Sitzen gen Deckel. Det jet bei uns och nich!!!!
    Darum:
    versuch’s mal anders herum! Geht auch mit Klamotten. Spreiz Dich über’s Klo, setz Dich dabei ganz nach hinten an den Deckel, dann Kinderbeinchen auf die Brille, Po zwischen die Schenkel, und schon geht’s. Hockposition ist für’s große Geschäft ja eh genau richtig, für’s Kleine könnte man die Beine einfach über die Brille hängen lassen. Geht bei uns aber auch in der Hocke ganz gut. Wir haben allerdings ein Mädel, ob das anders ist?

    Gruß,
    Claudia

  2. Hallo Bettina!
    Musste schon über Deinen Beitrag schmunzeln. Erstens über Deine Landung auf dem Boden. Hoffe, es gab keine blauen Flecken. Zweitens DAS Donnern! Das kam mir ziemlich bekannt vor. Als ich bei meinen Eltern das erste Mal den Dreh raus hatte, mich mit meiner Kleinen, ähnlich wie Claudia beschrieben, auf die Toilette zu setzen, drückte unbemerkt die Klobrille gegen die Spülung. Hab da auch gedacht, was war das denn für eine Darmentleerung, mannomann! bis mein Hirn das raffte, dass es die Spülung war.
    Zuhause klappt die gemeinsame Toilettensitzung leider nicht, weil A die Klobrille irgendwie kleiner ausfällt und B die Toilette auch in so einer Nische ist. Dachte erst, ich bin zu blöd dafür! Aber die Variante von Nicola mit Blick zum Deckel bekomme ich auch anderswo nicht hin.
    Viel Erfolg beim Weitertüfteln!
    Liebe Grüße, Christina

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