Eine Kurznachricht aus dem Alltag…

Die Elternzeit raste vorbei. Im Nu steht frau mitten im (Teilzeit-)Job und managt die wuselige und lebendige Familie. Doch dabei findet sie nur noch wenig Zeit, sich konkret um Herzensthemen zu kümmern und selbst Gedanken in Schrift zu verwandeln.

Ihr lieben Mitmamas, wie verlängert man den Tag von 24 auf 72 Stunden?!

… Ein wenig Off Topic, aber der Grund für die Blogstille.

2 Gedanken zu „Eine Kurznachricht aus dem Alltag…

  1. Liebe Christina, Du schreibst mir so aus der Seele! Ich finde das sooooooo schwierig! Zumal Babysitter/Kinderbetreuung Geld kostet und das für die Zeit drauf geht, die ich arbeite! Als alleinerziehende Mama ohne Familie in der Nähe habe ich da ein echtes Problem! Ich würde gerne mehr zu dem Thema von anderen hören! 🙂
    Connie

  2. Liebe Christina,

    ich hab nach Ende der Elternzeit den Job wechseln müssen, weil 50-Stunden-Wochen und Kind einfach nicht kompatibel sind. Jetzt hab ich theoretisch eine 30-Stunden-Woche, allerdings sehr unregelmäßige Arbeitszeiten. In stressigen Zeiten geht das sehr zulasten des Nachtschlafs. Aber in normalen Zeiten reicht das eigentlich aus. Seit er in Elternzeit war, hat mein Mann große Teile der Hausarbeit ganz übernommen, so dass unsere Arbeitsteilung im Haushalt etwa halbe-halbe ist. Tendenziell macht er etwas mehr als ich. Auch die Versorgung unseres Großen teilen wir uns. Wobei er derjenige ist, der zu Hause bleibt, wenn der Große mal nicht zur Tagesmutter kann. Denn er kann sich als Freiberufler die Zeit kurzfristig flexibler einteilen. (Den Rückstand aufzuholen geht dann allerdings auch auf Kosten des Nachtschlafs.)
    Insgesamt hat es sich bei uns inzwischen ziemlich gut eingespielt. Das Schwierigste war die Umstellung von Elternzeit auf beide-arbeiten-wieder-ganz-normal. Da mein Mann mehrmals pro Woche abends (außer Haus) arbeitet und auch ich gelegentlich abends zu Terminen muss, haben wir manchmal einen Babysitter. Aber insgesamt geht selbst das ganz gut ohne. (Es läuft auf ca. 2 Termine pro Monat hinaus.)
    Das, was wirklich leidet, sind echte Hobbies. (Chor, Klarinette üben, lesen…..) Mein Mann nimmt sich oft noch die Zeit zum Nähen. Aber Außer-Haus-Hobbies würden wegen des notwendigen Babysitters sofort richtig ins Geld gehen, drum findet das einfach nicht mehr statt. Das ist so der schmerzlichste Verlust. Ansonsten läuft es nach der anfänglichen Durststrecke jetzt ganz gut. Ich glaube, was mir sehr, sehr hilft, ist das Wissen, dass unser Kind bei der Tagesmutter eine richtig tolle Zeit hat. Ich gebe ihn dort richtig guten Gewissens ab. Er hat dort Kinder verschiedenen Alters um sich, eine Betreuungsperson, deren Job darin besteht, ihm Anregungen zu geben und für ihn da zu sein, dazu ist sie sehr, sehr liebevoll, geduldig und einfühlsam zu den Kindern. Kurzum: unser Kind bekommt dort was, was wir ihm in diesem Maß nicht bieten können. – Dieses Wissen (und damit ein nicht vorhandenes schlechtes Gewissen – im Gegensatz zu sehr vielen anderen berufstätigen Müttern) ist eine riesige emotionale Entlastung.

    Liebe Grüße,
    Katharina

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