Meine Tipps für die Geburt

Mich fragte eine Frau letztens, ob ich Tipps für die Geburt hätte. Hab ich. Ausführlich steht das in meinem Artikel „Wir können auch anders!“ (hier zum Herunterladen). Wenn ich nur drei Tipps von mir geben dürfte, wären es diese hier:

1. Kenne deinen Muttermund! Und daher: Taste deinen Muttermund selbst. Es ist einfach, es ist hygienisch, es ist angenehmer, als ständig drei Hebammen und einen nervösen Assistenzarzt im eigenen Intimbereich herummanövrieren zu lassen (wie es von Krankenhausgeburten immer wieder berichtet wird). Jede Frau kann das.

2. Kenne die Übergangsphase! Es ist der Moment, in dem viele Frauen denken, fühlen und sagen: Ich kann nicht mehr!! Es ist die Schwelle, über die wir bei einer normalen Geburt gehen, kurz bevor das Kind kommt. Wenn eine Frau weiß, dass der Moment der totalen Erschöpfung der Moment kurz vor dem Kind sein kann, wird es ihr leichter fallen, ihn zu bewältigen.

3. Kenne Dich! Es ist gut zu wissen, wie man selbst funktioniert, um sich so den optimalen Geburtsort und die optimale Begleitung suchen zu können. Jede Frau ist anders, jede Frau braucht andere Rahmenbedingungen, um loslassen zu können. I. Stadelmann beschreibt das in ihrem Klassiker „Die Hebammensprechstunde“ sehr spannend (Auszug hier).

Noch mehr? Es gibt unglaublich tolle Anregungen bei Leboyer, Odent und Dibbern und natürlich bei den Rabeneltern.

Ich wünsche allen Gebärenden alles, alles erdenklich Gute!

5 Gedanken zu „Meine Tipps für die Geburt

  1. Und hast Du auch Literatur Empfehlungen und Tips zur Schwangerschaft außer der üblichen 0815 Ware???

    Danke fürs Teilen, gut dass es Deinen blog gibt…leite ihn an alle Schwangeren weiter!!!

  2. kristl, wie nicola schon schrieb, unbedingt michel odent, z.b. „risiko kaiserschnitt“ oder „geburt und stillen“ oder „die wurzeln der liebe“ oder „die geburt des menshen“ oder „im einklang mit der natur“ oder „von geburt an gesund“

    ina may gaskin z.b. dvd orgasmic birth, aber sie hat auch ein buch geschrieben

    julia dibbern: geborgene babys
    friedrich graf: kritik der arzneimittelroutine bei schwangeren und kleinkindern

    david chamberlain: „woran babys sich erinnnern“

    leboyer, da gibt es auch einige z.b. geburt ohne gewalt bzw sanfte geburt

    erfahrungsberichte bzgl hausgeburten kann man hier nachlesen „luxus privatgeburt“ und „hausgeburt und gebären im geburtshaus“

    sarah hat zwei ihrer kinder alleine geboren
    http://meinegeburt.blog.de/
    sie war mir eine große inspiration für die geburt meines nesthäckchens vor einem jahr.

    http://www.geburtskanal.de/

    das unerzogen-magazin lag allerdings leider noch ungelesen auf meinem stapel, als ich meinen soh gebar-musste etwas schmunzeln, als ich es später las :O)

    1. kenne dich selbst… genau! denn wenn du dich selbst kennst, brauchst du keine angst zu haben. sich selbst zu kennen, ist die wichtigste voraussetzung, frei werden zu können. und frei werden, das sollte man unter der geburt. egal, ob man alleine ist oder nicht. bei der geburt meines sohnes waren wir übrigens ganz allein wir beide, nur er und ich…

  3. Nicht zu vergessen und wie ich finde DAS WICHTIGSTE BUCH ÜBER GEBURT:
    Ina May Gaskin „Die selbstbestimmte Geburt“. Das hat meine Vorstellung von Geburt und mein Wissen über die Fähigkeiten des weiblichen Körpers maßgeblich geprägt. (Stichwort „Privacy“ uvm.)

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