Noro-Virus und Windelfrei-Baby

Uff. Uns hats erwischt – und es fühlt sich verflixt nach dem Noro-Virus an. Kurz und heftig kam sie, die Magen-Darm-Grippe und alle drei waren betroffen. Erst war ich völlig tot, kein Kreislauf, konnte kaum geradeaus schauen und das hieß: Wickeln. Dann bekam der Kleine es auch und ich dachte mir: Nee, das mit den Windeln, das geht nicht. Also Windelfrei mit Durchfall? Geht denn das? Klar geht das! Naja – also in dem Fall hieß es: Back-Up-Mokomini tragen mit Durchfall. Und das geht nicht nur, das ist wesentlich besser als Windeln, denn….

…vor einigen Wochen sah ich im Elterncafe eine Mutter, die einen schreienden kleinen Jungen wickelte. Da ich Kinderschreien ganz schlecht aushalten kann und mein Kleiner gerade in die Wickel-Ecke gekrabbelt war, ging ich dazu und fragte:
„Soll ich ihn ablenken?“
Die Mama nickte heftig, ihr Gesicht war angespannt, mitleidvoll und gestresst. Ich versuchte mein Bestes, aber es gelang nur mäßig.
„Warum weint er denn so doll?“ fragte ich sie.
„Schauen Sie mal…“ und ja, au weia: er war schrecklich wund, alles rot, teilweise schorfig, ganz ganz schlimm, das tat schon weh beim Hinschauen.
„Wissen Sie, woher das kommt?“ wollte ich wissen, so etwas sieht man ja glücklichweise doch eher selten.
„Ja: Er hatte gerade Durchfall und dann die Windeln…“ war die Antwort.

In dem Moment schwor ich mir, dass ich meinen Sohn im Durchfall-Fall lieber den ganzen Tag die Wohnnung vollmachen lassen würde als ein so schlimmes Wundsein zu riskieren.

Jetzt hatten wir also die Situation und ich war ehrlich gesagt am Anfang total überfordert. Die Windel erklärte eindeutig: Durchfall. Das Kind war jedoch quietschfidel und hatte mal wieder beschlossen, dass Abhalten etwas ist, das gerne ohne ihn stattfinden könne. An „richtig“ windelfrei war also nicht zu denken. Aber seine Haut war sofort überdurchschnittlich gerötet.

Als ich das merkte, griff ich zur Mokomini. In unserem Fall heißt das einfach: Stoffwindel nach Claudia-Art gefaltet und in die Unterhose gelegt. Hält auch beim Krabbeln prima, lässt sich einfach wechseln, wenn er irgendwo steht und spielt, hält dicht.
Es hatte noch einen anderen Vorteil: In der Windel war er mit dem dünnen Zeug sofort von vorne bis hinten voll, die Stoffwindel hingegen sog es viel schneller auf und so blieb er viel sauberer.

Trotzdem habe ich ihn jedes Mal gewaschen und mit Weleda Babycreme eingecremt. Außerdem kauften wir einen Extra-Pack Stoffwindeln (jetzt haben wir etwa 10 Stück), da der Tagesdurchsatz natürlich stark anstieg. Zu meinem eigenen Erstaunen blieben seine Kleider meistens unbehelligt. Die Windel sog alles auf und ich musste die Strumpfhose nur wechseln, wenn ich selbst beim Ausziehen nicht genug Acht gab.
Abends wanderten die Stoffwindeln in die Wäsche (nachts hatte er glücklichweise Ruhe) und waren dann morgens wieder trocken.

Und es wirkte! Er hatte noch drei Tage Durchfall, aber die Haut erholte sich sofort und war wieder rosig gesund statt feuerrot, obwohl ich es gar nicht jedes Mal sofort merkte, wenn die Mokomini zu wechseln war. Jetzt ist er wieder gesund und wir sind ohne Wundsein durch die Tage gekommen.

Ich hätte es auch nicht gedacht. Aber sogar bei Durchfall gilt: Windelfrei rocks.

2 Gedanken zu „Noro-Virus und Windelfrei-Baby

  1. Noroviren-Alarm: Trinkwasser macht krank!

    Norovirus-Infektionen werden durch Fäkalien entweder in Lebensmitteln oder im Trinkwasser ausgelöst. In allen Gewässern kommen Viren vor. Unsere veralteten Wasserwerke können Viren regelmäßig nicht filtern. Noroviren bleiben in kälterem Wasser länger ansteckend als in wärmerem Wasser. Die Norovirus-Infektionen folgen dem Verlauf der Kälte in den Wasserleitungen. Lebensmittel haben das ganze Jahr über die gleiche Temperatur. Das Trinkwasser nicht. Es hat sein Temperaturminimum im Februar. Also muss Trinkwasser die Norovirusinfektionen auslösen, bevor sie sich insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen ausbreiten können. Die Ultrafiltration kann Viren aus dem Trinkwasser filtern. Dabei entstehen zusätzliche Kosten von nur 0,50 € je Person und Monat. Eine vorsorgende Gesundheitspolitik muss Infektionsketten durchbrechen. Die Ultrafiltration würde die Kosten im Gesundheitswesen, die Lohnnebenkosten und die Ausfallzeiten am Arbeitsplatz reduzieren, auch bei anderen durch Trinkwasser übertragenen Infektionen. Auch die H5N1-Vogelgrippe kann mit dem Trinkwasser übertragen werden. Eine epidemiologische Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar die saisonale Influenza durch das Trinkwasser ausgelöst wird.

    Dipl.-Ing. Wilfried Soddemann, Vorstand des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V.
    soddemann-aachen@t-online.de
    http://www.dugi-ev.de/nrhz_SOD_TW_HOEHN_20080924.pdf
    http://www.springerlink.com/content/x6138263qn388085/
    http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Maunula.pdf
    http://www.dugi-ev.de/dbu_workshop_20081004.pdf
    http://www.dugi-ev.de/umg%202_2006-Soddemann.pdf
    http://www.dugi-ev.de/information.html

  2. Durchfall geht super mit windelfrei!!!!

    Wir proben das seit drei Monaten. Unsere Kleine entleert sich täglich ja bis zu 20x! Immer ein kleines Kleckschen – sicher nicht normal, ich arbeite an der Ursachenbehebung und wir sind auf 5-7x/Tag runter 🙂

    Wenn ich eine normale WWW genommen hätte, hätte ich einen irrsinnigen Verbrauch gehabt, so habe ich eben auch die Stoff/Mull-Windeln genommen, habe sie nach jedem Kleks gewechselt, kurz ausgewaschen, über die Heizung gehängt, eine halbe Stunde später war sie wieder einsatzbereit. Wir besitzen ca 15 solcher Windeln und das ist perfekt!

    In unserem fast 6 monatigen Beisammensein haben wir original fünf Windelpakete eingekauft – super Nutellafaktor bzw. zur Zeit Marzipankugelfaktor :-)!!!

    Und wie bei Euch auch, haben wir so den super süßen Cellulite-Popo rosig bewahren können. Einfach nur zum küssen 🙂
    Und ich sage Euch, ihre Aussscheidung ist irre aggressiv – die Ritze ist ziiiiiiemlich rot, wie wäre nur der Rest…?

    Also alles in allem wieder eine Lektion in „simplify“ 🙂

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