Topffit-Treffen Berlin 07/08

Wir sind nicht alleine!

In dieser Woche haben sich Mitglieder der Topffit-Mailinglist bei Yahoo in Berlin getroffen. Eine fröhliche Konferenz der Windelfreien. Es gab dementsprechend spannende Kurzvorträge, allerlei praktische Tipps, neueste Erkenntnisse und eine Menge leckerer Dinge.

Eins zeigte sich alsbald: Soviele Windelfrei-Familien soviele Varianten der Methode. Jede findet den Rhythmus, das Maß und das Equipment, das auf die Familie passt: Ganz windelfrei mit einfachen Slips, Mokomidi und Abhalten, Stoffwindeln und Abhalten, Teilzeit-Windelfrei und Pampers. Als Marketing-Stratege würde ich sagen: das Konzept ist durchweg tauglich für customizing.

Und ich war so aufgeregt, dass ich nicht eine einzige der Fragen gestellt habe, die ich unbedingt loswerden wollte! Aber sieben Sachen hab ich trotzdem mitgebracht:

1. Andere Windelfrei-Mütter zu treffen, ist wunderbar!

2. Mokomidi:
Ich weiß jetzt, wie eine Mokomidi aussieht (wie ein Lendenschurz für Babies, praktisch, wenn man seinem Krabbelkind einfach nur eine Mullwindel neu einlegen muss)

3. Simplify your motherhood:
Windelfrei ist definitiv eine Sache zum Thema „Simplify…“ und entsprechend wird hier auch gestillt, getragen und überhaupt sind alle sehr entpannt (und essen viiiele Kekse – mensch, ich hätte mal probeweise das Nutella mitnehmen sollen, vielleicht bin ich ja nicht die Einzige…)

4. Kein Fundamentalismus nirgends:
Was ich extrem cool fand: dass niemand zuckte, als mein Sohn mit Pampers ankam. Und auch andere Windelfrei-Mütter haben selbige völlig unfundamentalistisch im Bad:

pampers

5. Keine Zauberei:
Austausch hilft enorm. Gestern hatte ich ein Gespräch mit Müttern, die windelfrei zwar kannten, es aber zu extrem, zu aufwendig und zu kompliziert fanden. Ich bin mir sicher, dass ein entspanntes Keks-Windel-Treffen wie jenes ihnen hätte zeigen können, dass es keine Zauberei ist und vor allem überhaupt nix mit zusätzlicher Arbeit oder gar Stress zu tun hat.

6. „Na gut, Mama, wenns dich glücklich macht…“ :

Offensichtlich haben auch andere Babies diese Haltung in ihrem Repertoire. Als ich erzählte, dass ich manchmal das Gefühl habe, er macht halt, weil ich ihn gerade abhalte, erzählte eine Mutter folgende Geschichte: In der ersten windelfreien Nacht lag sie mit gespitzten Ohren neben ihrem Sohn und dachte alle 2 Stunden bei der kleinsten Regung „jetzt muss er“ und hielt ihn ab. Es kam auch immer etwas, aber am nächsten Morgen war sie völlig fertig. In der nächsten Nacht legte sie ihre „Toleranzschwelle etwas höher“ und plötzlich reichten auch größere Abstände völlig aus – der Kleine hatte sich einfach jedes Mal ein paar Tropfen rausgedrückt, wenns Mama glücklich macht… 😉

6. Egal mit welchem Alter man beginnt, einen Tag beobachten und dann das Morgengeschäft abfangen, scheint eine verbreitete Methode zu sein.

7. „Wo ist das Bad?“
Es ist einfach lustig, mit einer Runde Mütter zusammenzusitzen und in bestimmten Abständen steht immer mal eine von ihnen auf und nimmt ganz selbstverständlich ihr Baby mit aufs Gäste-WC…

2 Gedanken zu „Topffit-Treffen Berlin 07/08

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