Windelfrei-Rückkehr

Es klappt wieder!

Bin ich froh! Auch wenn es bei Millionen Babies jeden Tag millionenfach vorkommt, ich war völlig frustriert, wenn mein Kleiner kommentarlos in die Windel gemacht hat. Warum nur?, dachte ich dann. Hab ich etwas übersehen? Mag er nicht mehr? Hört es mit 4 Monaten auch auf, wenn man vorher drauf geachtet hat? Nun – Geduld war angesagt. Unterdessen wurde es wieder warm in der Stadt, das machte das Ausziehen einfacher. Ich war wieder motiviert. Und fing ganz von vorne an: mit Timing.

Bei den meisten Babies gibt es Standardsituationen:

Nachts während des Stillens, morgens ca. 5-10 Min. nach dem Aufwachen, kleine Geschäfte nach fast jedem Nickerchen. Strampeln und Quengeln als Zeichen hatte er ja eingestellt, tagsber kam das hektische An- und Abdocken beim Stillen (auch ein Zeichen für eine volle Blase) noch manchmal. Ein Schlüssel-Geräusch habe ich nie konsequent eingeführt :(.

Ich hab ihn also wieder gewickelt und zu den Standardsituationen jedes Mal komplett ausgepellt. Der Morgengang war der einfachste, tagsüber war ich häufig nicht schnell genug und konnte nur noch feststellen, dass er offensichtlich gerade eben bereits die Windel genutzt hatte. Vor dem Schlafengehen habe ich ihm noch einmal angeboten, sich zu entleeren, manchmal hat er es dann auch getan. Tagsüber sagte mir ja der Gelkörper der High-Tech-Popotüte, ob ich schon zu spät war. Vollgesogen hieß: zu spät; knisterte das Granulat noch, hab ich es einfach versucht.

Der Streik hatte ein sehr interessantes Ergebnis: Wenn das Baby nicht mitmacht, geht es nicht. Als es noch funktionierte, dachte ich manchmal, er würde gar nicht signalisieren, ich würde es ahnen oder es wäre schlicht Zufall. Aber so einfach ist es nicht. Es hat sich in den letzten Wochen gezeigt, dass das Kind wie jeder andere Mensch einfach nichts macht, wenn es nun einmal nicht muss. Einfach Abhalten und Hoffen funktioniert also nicht. Und soviele Zufälle lassen sich auch nicht provozieren.

Er hat sich übrigens kein neues Zeichen ausgedacht, sondern tut, was er immer getan hat: Meckern und Quengeln. Besonders wenn ich ihn jetzt im Sommer nur mit Unterhose bekleidet auf dem Arm habe, schimpft er heftig und zuverlässig.

Und ich bin so glücklich!! Wenn man sich einmal an (teilzeit)-windelfrei gewöhnt hat, ist ständig wickeln echt eine ungewohnte Sache ;).

Stand jetzt: Zu Hause ist er nur mit einem unten offenen Body bekleidet und je nach Temperatur mit einer Hose oder nur einer Unterhose. Selbige zu finden war gar nicht so einfach, denn in Größe 68 scheint es sowas nicht zu geben. Wir haben jetzt welche in 92 gefunden, die trotzdem passen. Ich halte ihn über dem WC, der Badewanne oder dem Asia-Topf ab (dazu später mehr). Wenn er auf der Spieldecke liegt, habe ich eine Wickelunterlage unter seinem Po, denn beim Spielen vergisst er es doch noch oft. Sind wir in der Stadt unterwegs, trägt er nach wie vor eine Windel, die wir möglichst sauberhalten und sobald wir uns im Park o.ä. niederlassen, zieh ich sie ihm aus (zwei Wechselhosen hab ich aber sicherheitshalber immer dabei).

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